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5. Januar 2006
Freie Wähler Pretzfeld sehen Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch
Zeitungsberichte NN und FT:
Pretzfeld: Erneuerbare Energien war das Thema eines Vortrags des Bildungswerks für Kommunalpolitik Bayern e.V. am Donnerstag, den 5. Januar im Sportheim Pretzfeld. Holzscheite, Hackschnitzel und Pellets erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Solartechnik hält in immer mehr Häusern Einzug und hat schon seit einiger Zeit der Wärmepumpe den Rang abgelaufen. Dabei sind es gerade die Wärmepumpen, die auf bequeme Art und Weise am effektivsten für Wärme in unseren Häusern sorgen können.
Auf Initiative der Freien Wähler Pretzfeld hielt am Donnerstagabend Thomas Miksch im Auftrag des Bildungswerks für Kommunalpolitik Bayern e.V. im Pretzfelder Sportheim einen 2stündigen Vortrag über Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energien. „In Zeiten stetig steigender Öl- und Gaspreise – die letzte Ölkrise liegt kaum ein halbes Jahr hinter uns – und dem geplanten Atomausstieg der Bundesregierung, gewinnen erneuerbare Energien immer mehr an Bedeutung.“ leitete Martin Landeck (Vorsitzender der Freien Wähler Pretzfeld) den Vortrag ein. Thomas Miksch eröffnete seinen Vortrag mit einer Energiestatistik: In deutschen Haushalten werden 46% der Energie zum Heizen, 39% für das Autofahren, 8% zur Warmwasseraufbereitung, 6 % für Elektrogeräte (Herd, Waschmaschine, Fernseher…) und 1% für Licht verbraucht. Häufig werden jedoch Energiesparlampen gekauft, in der Annahme, man könne damit sparen. Schon die höheren Anschaffungspreise zehren die Energieersparnis weitestgehend auf. „Wer effektiv den Energieverbrauch in seinem Haushalt senken möchte, sollte dies bei der Heizung tun.“ sagte Miksch, der seit 1998 Leiter des Produktmanagements bei der Novelan GmbH ist. Er ist seit 2003 Vertriebsleiter für Deutschland und hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Souverän spannte er den Bogen von Holzkesseln über Solartechnik zur Wärmepumpe. In dem 80er Jahren wurden häufig Wärmepumpen unprofessionell installiert. Dadurch lieferten sie nicht die erhoffte Energieersparnis. Oft waren die Installateure nicht ausreichend geschult. „Eine Anlage muss immer dem Energiebedarf eines Hauses maßgeschneidert angepasst sein. Sonst kann sie nicht optimal genutzt werden.“ sagte Miksch. Und: „Wer das in Heimarbeit selbst macht, um Kosten zu sparen, kann sich dabei schnell verkalkulieren. Denn in solchen Fällen werden, bedingt durch mangelnde Fachkenntnisse häufig Fehler gemacht, die den Wirkungsgrad einer Solaranlage oder Wärmepumpe stark beeinträchtigen.“
Besonders bei Neubauten ist ratsam, den Einbau der passenden Anlage von vornherein einzuplanen. Da hier ein Großteil der Kosten bereits eingespart werden kann. Der nachträgliche Einbau und die Installation bei einer Sanierung können die Anlage schnell unwirtschaftlich machen. Im Bereich der Wärmepumpen kann mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine Luft/Wasser-Anlage nachgerüstet werden. Bei Ihr hat man bereits eine Einsparnis gegenüber einer Öl- oder Gasheizung von bis 30-40%. Aufwändiger sind Erdreich-Anlagen, da sie einen hohen Flächenbedarf haben. Die höchste Effizienz liefern Wasser/Wasser-Anlagen mit einer Einsparnis von bis zu 65%. Sie eignen sich besonders gut für den Einsatz in unserer Gegend.
Am Ende des Vortrags beantwortete Miksch noch die Fragen der rund 20 Zuhörer im Saal und gab viele praktische Ratschläge. „Jetzt weiß ich endlich, was ich in meinem Haus installieren sollte, um die Heizkosten zu senken.“ meinte einer der Zuhörer am Ende des Abends. Informationsmaterial ist bei Martin Landeck verfügbar.



