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Die Jahreshauptversammlung fand Beim Nikl-Bräu statt.

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Eine besondere Freude für unseren Ortsvorsitzenden Martin Landeck war die Eröffnung der Bezirksgeschäftsstelle.
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Kontroverse Diskussionenen in Wunsiedel.
Finanzen und Satzungänderung beschäftigen die Freien Wähler im Bezirk.


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28. September 2007

Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Freien Wähler Pretzfeld fand etwas früher als gewohnt statt. Vorsitzender Martin Landeck lud am 28. September ins Gasthaus Herbst in Pretzfeld ein. Er freute sich, in der Sitzung besonders über die zahlreiche Teilnahme und die neu eingetretenen Mitglieder, die er herzlich begrüßte. Die vielen Tagesordnungspunkte wurden zügig abgearbeitet. Neben einer neuen Satzung wurde auch der Eintrag in das Vereinsregister beschlossen. „Damit”, so Landeck „haben wir endlich eine klare Rechtssicherheit, die schon lange überfällig war.” Der Austritt aus dem Kreisverband wurde aufgrund der Satzungsänderung des Kreisverbands Forchheim nötig, und ebenso einstimmig beschlossen, wie die vorherigen Beschlüsse.

Spannung kam auf, als die Tagesordnung das Thema Bürgermeister- kandidatur anging. „Da in Pretzfeld nach allen bisherigen offiziellen Aussagen der amtierende Bürgermeister nicht wieder von seiner Partei zur Wahl aufgestellt werden soll, hat sich die Vorstandschaft dazu entschlossen, ihren Mitgliedern zu empfehlen, einen Bewerber für die Wahl zum Bürgermeister aufzustellen.” sagte Landeck. „Da damit zu rechen ist, dass die CSU einen Bürgermeisterkandidaten nominieren wird, ist es unsere Pflicht, den Wählern die Chance zu geben, einen anderen Kandidaten zu wählen.” sagte Landeck. Er betonte dabei, dass er immer der Meinung war, dass es in einer Demokratie nicht sein darf, dass den Bürgern keine Alternative zur Wahl angeboten wird. Darauf hin beschloss die Versammlung, einen Bewerber um die Bürgermeister- kandidatur aufzustellen.  

Franz Stein

Vorsitzender Martin Landeck stellte nun den Mitgliedern Franz Stein als Bewerber um die Bürgermeister- kandidatur vor. „Pretzfeld braucht wieder einen finanzpolitischen Spielraum.” sagte Stein. Und: „Man wird dies nur mit einem realistisch aufgestelltem Haushalt erreichen können.”  Außerdem meinte Stein, dass die zielgerichteten Bündelung der Vereins- aktivitäten auch dazu beitragen kann, dass das Vereinsleben in der Gemeinde verbessert wird.

Im Anschluss an die parteipolitischen Themen berichtete Marktgemeinderat Georg Nützel  über die angespannte Finanzlege der Marktgemeinde. Hier besteht seit  Jahren bereits eine konstante Verschuldung von nahezu 2,5 Millionen Euro. Und die aktuellen Investitionen werden diese Lage wahrscheinlich noch verschlimmern. So wurden in diesem Jahr z.B. 80.000 Euro für den Ausbau des Kohlfurtwegs, und ebensoviel für die Erneuerung des Dorfplatzes in Unterzaunsbach ausgegeben. Dann waren noch 33.500 Euro für die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs angefallen. Und der dickste Brocken, die Rathaussanierung, schlug mit insgesamt 837.500 Euro zu Buche. Wobei hier bereits 70.000 Euro für den Innenausbau und 47.500 Euro Nebenkosten enthalten sind. Nach Nützels Ansicht ist die Rathaussanierung sehr gut gelungen und „es war die einzig richtige Lösung, gegenüber einem Neubau auf der grünen Wiese.” so Nützel. „Dies hätte den Finanzplan der Gemeinde sicherlich gesprengt.” so Nützel weiter. Der Wiedereinzug der Gemeindeverwaltung werde voraussichtlich in der kommenden Woche stattfinden.  

Besondere Aufmerksamkeit erweckte Nützel, als er über das Vorhaben des Reiterhofs Gebhard berichtete, der an der Flurgrenze zu Kirchehrenbach auf Pretzfelder Gebiet entstehen soll. Die Erschließung des Gebietes könne den Markt Pretzfeld hart treffen, da hier nur Kosten entstehen werden und keine Einnahmen zu erwarten seien, mahnte Nützel.

Was die Waldwirtschaft anbelange, so sieht die Jahresbetriebsplanung für 2008 Investitionen in Höhe von 31.950 Euro vor. Dem gegenüber stünden Einnahmen von 34.550 Euro und die Sorgen, so Nützel, dass der Borkenkäfer, bedingt durch die milden Winter der vergangenen Jahre, weitere schwere Schäden anrichten wird. Dazu kämen dann noch die Schäden an den Wegen, die durch den Einsatz von den schweren Maschinen zu erwarten seinen.

Zum Abschluss der Versammlung sprach Landeck dem scheidenden Schatzmeiser und Marktgemeinderat Walther Metzner seinen Dank aus und appellierte an die Versammlung, den Kreisverband mit zahlreichen Beitritten zu unterstützen. Daraufhin erklärten sich spontan vier der Anwesenden zum Beitritt in den Kreisverband bereit.