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Aktuelles


Gemeinderäte wiedergewählt

Die amtierenden Gemeinderäte der Freien Wähler Gerhard Kraft Franz Stein und Georg Nützel (über Liste WTH) wurden im Amt bestätigt.


Neuer Vorstand gewählt

Bei der Mitgliederversammlung am 23. Januar 2015 wurde ein neuer Vorstand gewählt.


Bildungswerk

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BKB Bayern

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Obstbaumuseum

Obstbauernhaus Fränkische Schweiz (Stand: 2006)

Die Marktgemeinde Pretzfeld möchte alte Darre in Wannbach zu einem Museum ausbauen.

Obstdarre in Wannbach

Erste Veröffentlichung in der Lokalpresse

Freie Wähler wollen Museum für Obstbau „abspecken“

Pretzfeld: Zum geplanten Obstbaumuseum und der Gründung eines Trägervereins für dieses Museum am 13. Februar um 19 Uhr im gegenüberliegenden Wannbacher Gemeindehaus hat sich Martin Landeck, Vorsitzender der Freien Wähler in Pretzfeld, kritisch geäußert.

Aus Sicht der Freien Wähler sei es wegen der angespannten Haushaltslage des Markts nicht zeitgemäß, Steuergelder für „wenig sinnvolle Prestigeobjekte ohne Nutzen zu verschwenden“; vor allem auch aufgrund der Folgekosten, so Landeck. Insbesondere für die Freien Wähler nicht nachvollziehbar sei der Nutzen eines solchen Museums. Dazu komme, dass ein nutzbares Gemeindehaus in Wannbach mit der notwendigen Infrastruktur, wie zum Beispiel Sanitäranlagen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht.

Das Projekt Obstmuseum Wannbach löse eine Gesamtinvestition von rund 525.000 Euro aus, Grundstückskosten nicht eingerechnet. Davon müsste der Markt Pretzfeld rund 37.000 Euro aufbringen. Hinzuzurechnen wäre da noch das Grundstück im Wert von geschätzten 140.000 Euro.

Investitionskosten für den überschuldeten Markt von rund 177.000 Euro, die sich dieser nach Meinung der Freien Wähler nicht leisten könne. Die laufenden Kosten in Höhe von geschätzten 20.000 Euro pro Jahr müsste der noch zu gründende Trägerverein aufbringen.

„Schlicht nicht machbar,“ findet der Sprecher der Freien Wähler. Grundsätzlich, so betont Landeck, seien die Freien Wähler dafür, Kulturgüter zu erhalten, jedoch mit Maß und Ziel an vorhandenen Objekten.

Landeck möchte lieber die bestehende Obstdarre ohne weitere Museumsbauten wiederhergestellt werden. Auch auf die Pflege intensiven Außenanlagen könne man verzichten. Im gegenüberliegenden evangelischen Gemeindehaus seien Toiletten und Tagungsraum vorhanden. Dadurch würden auch unnötige Betriebskosten vermieden und das Risiko der Folgekosten für die Gemeinde minimiert.

Genauer betrachtet:

Die Bürger werden mit ihren Steuern das Prestigeobjekt finanzieren. Dabei müssen Alle auf Straßen reparaturen, eine einene Sandsackabfüllanlage zum Schutz gegen Hochwasser, Werbung für Tourismus und den Zuschuss zur Musikschule verzicheten.

Leserbrief zum geplanten Obstbaumuseum in Wannbach „Obstbauernhaus Fränkische Schweiz“


Inzwischen wissen wir, dass der Trägerverein für das Obstbaumuseum Wannbach gegründet ist. Respekt für den Mut der Gründungsmitglieder, es ist ein Projekt was einige Risiken birgt.

Das Projektvolumen in Stickpunkten:

Bei dem „Obstbauernhaus Fränkische Schweiz“ in Wannbach handelt es sich um eine Gesamtinvestition von 590.000 Euro. Hiervon hat der Markt Pretzfeld ca. 37.000 Euro aufzubringen, dazu kommt das Grundstück mit einem Verkehrswert von über 100.000 Euro.

Die laufenden Kosten müssen vom Trägerverein erbracht werden und sollen aus Beiträgen und den laufenden Einnahmen gedeckt werden. Diese Einnahmen wurden auf der Gründungsversammlung mit ca. 9.500 Euro jährlich veranschlagt. Dabei wird von einer Auslastung von durchschnittlich drei Stunden täglich, an sechs Tagen pro Woche ausgegangen. Pro Stunde sollen 10 Euro verrechnet werden. Somit sollen rechnerisch Einnahmen von 180 Euro pro Woche über die nächsten Jahre in die Kasse gespült werden. 

Eine Zahl die ich zwar für nicht realistisch halte, die aber erforderlich ist um das Projekt am Leben zu erhalten. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wäre eine Halbtagskraft von Nöten (so die Meinung verschiedener Diskussionsbeiträge bei der Gründerversammlung). „Die Einstellung einer bezahlten Kraft kommt aber angesichts der engen Kalkulation nicht in Frage.“ Somit wurde klar gestellt, dass auf dem ehrenamtlichen Geschäftsführer eine erhebliche Arbeitslast entfallen wird. Durchschnittlich 18 Veranstaltungen pro Woche wollen organisiert sein. Angesichts dieser Rahmenbedingungen, ist die Wahl der Vorstandschaft umso prekärer. Wenn ein Gemeindebeamter die Rolle des Geschäftsführers übernimmt, sind Interessen­konflikte vorprogrammiert und genau das ist passiert. Der Geschäftsführer der Marktgemeinde wurde zugleich auch Geschäftführer des Vereins. Es ist abzusehen, dass diese Arbeiten nicht getrennt von den Gemeindeaufgaben nach Dienstschluss, in der Freizeit erfolgen können.

Fakt ist: Wir Pretzfelder bezahlen nicht nur den Bauplatz, die jährlichen Beiträge und die einmaligen Kosten, sondern wir leisten uns künftig noch einen hoch dotierten Museumsbeamten dazu. Und wenn das Personal in der Verwaltung den Arbeitsumfang nicht mehr bewältigen kann, dann stellt sich die Frage ob weiteres Personal eingestellt werden muss.

Was viele nicht wissen, sollte der Trägerverein, aus welchen Gründen auch immer, bis 2029 aufgelöst werden, muss entweder die Marktgemeinde Pretzfeld den Unterhalt übernehmen oder die EU-Fördermittel müssten zurückgezahlt werden.

Dieses Projekt kommt zu einem Zeitpunkt, wo das Rathaus saniert werden muss.

Drei von sechs Feuerwehren besitzen uralte Fahrzeuge, die längst ersetzt werden müssten, für die aber keine Rücklagen vorhanden sind.

Freiwillige Leistungen mussten bereits rigoros zusammengestrichen werden weil das Geld fehlt.

So wurde zum Beispiel die Förderung 79 Kinder an der Musikschule Ebermannstadt gestrichen. Zuwendungen für Vereinsarbeit oder der Winterdienst auf verschiedenen Ortsstraßen wurde eingestellt.

Für mich ist eine Politik nicht nachvollziehbar die nach dem Motto handelt  „Hauptsache es gibt einen Zuschuss, koste es was es wolle“, wenn dabei das Gespür für das wirklich wichtige verloren geht.

Gerhard Kraft, Lützelsdorf 9
Otto Hack, Schulstr. 6